Bilder und Gedanken

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Die Blume aller Blumen

gänsea

…ist für mich immer noch das Gänseblümchen.
Als Kind bedeutete Glück für mich, barfuß über eine Gänseblümchenwiese zu laufen. Ich krönte mich selbst mit Gänseblümchenkränzen und fühlte mich Prinzessin in einem Reich aus gelbweißen Sternen. Heute beneide ich sie manchmal und betrachte sie als Vorbild. Sie sind die Freundlichkeit und Bescheidenheit in Person – und hartnäckig, wenn es um Lebenswillen geht. Tritt man auf sie, mäht man sie ab, streut man Unkrautvernichter – egal, sie kommen in doppelter Stärke wieder. Und sie stehen für Schlichtheit. Mehr braucht man ja gar nicht zum Leben: Eine schlichte, helle Form, dem Licht zugewandt, eine leuchtende Mitte, Heiterkeit, Genügsamkeit. Wenn ich sie so betrachte, überfällt mich oft der Wunsch, mit meinem Computer und einem Stapel Notizzettel in ein Zelt oder eine kleine Hütte irgendwo am Strand zu ziehen und zum Eremit zu werden – aber bestimmt würde ich irgendwann die Schokolade vermissen…

Schmetterlingsleben

SCHMETTERFLIEGPER

Man denkt immer, Schmetterlinge haben es leicht, tanzen sorglos in der Sonne und trinken Nektar. Dabei haben sie ein schweres Leben als Raupe hinter sich, in dem sie fressen müssen wie verrückt um ihren persönlichen Zeitplan einzuhalten – und sich dabei vor dem Gefressenwerden in acht nehmen. Sie haben zwar Verteidigungstricks wie Stachel, Haare, Bitterstoffe, Gift, Gespinste,Tarnung, falsche Augen zum Erschrecken – aber dennoch kann sich hinter jedem Schatten ein hungriger Vogel, unter jedem Blatt eine Kröte verbergen. Dazu kommt, dass sie auf ganz bestimmte Futterpflanzen angewiesen sind. Haben sie das alles überlebt, kommt das Puppenstadium – da müssen sie Geduld aufbringen und sind völlig wehrlos. Auch beim Schlüpfen kann noch viel schiefgehen. Und dann erst können sie den Himmel erobern. Sie sind also keine Luxusgeschöpfe, keine bloßen schönen Gedanken der Natur. Wir können uns an ihrer Beharrlichkeit ein Beispiel nehmen.
Dieser Distelfalter ist ein Wanderschmetterling – er überwintert nicht in Mitteleuropa. Auch das ein Wunder – wie weit die zarten Geschöpfe fliegen können, und wie sie sich orientieren. Die eine Generation fligt den weiten Weg hin, die andere zurück, ohne je den Weg gesehen zu haben.

Feuerwerksblüte

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Die noch nicht geöffnete Holunderblüte erinnert mich an Silvesterfeuerwerk am Himmel, kurz bevor die Sternchen explodieren. Und ist es nicht so ähnlich….? der Sommer nimmt ja auch gerade Anlauf, mit allem Leben, Wärme, Schönheit, Glück und Abenteuer, das darin steckt.

Duftkrone

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Die elegante Blüte des Jelängerjeliebers krönt mit seinem verträumten Duft den jungen Sommer.

Glück(skäfer) im Fingerhut

akäfer

Ich glaube, der Käfer hat selbst bemerkt, dass die Farbkombination etwas unglücklich ist, denn er verschwand sehr eilig aus der Blüte. Wahrscheinlich hat er angesichts der Punkte des Fingerhuts entweder auf eine besonders tolle Käferdame gehofft oder auf viele Läuse… so kann man sich irren.

Mohnkunst in Seidenpapier

amohnart

Die Farbgebung dieses Gartenmohns ist nicht nach meinem Geschmack. Ich mag den schlichten roten Feldmohn wesentlich lieber. Aber die ganze Konstruktion der Blüte fasziniert mich dennoch.

Pusteleuchte

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Im Gegenlicht auf einer Abendwiese findet sich so mancher Stern, der nicht vom Himmel gefallen, sondern von der Erde geschenkt ist.

Käferleben

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Irgendwie beneide ich diesen kleinen Käfer ein wenig um sein leuchtend grünes Dach und die Stille darunter.

Vom Regen gekrönt

mohn

Voller Versprechen und Geheimnisse ist diese Mohnknospe, die seidige, sorgfältig verpackte Blütenblätter birgt. Silbern gekrönt vom nächtlichen Regen wartet sie nun auf die Wärme. Ungeöffnet ist schon ein Kunstwerk, das Öffnen an sich immer wieder ein überwältigendes Wunder.

Hoffnungsvolle Fallschirmchen

puste3

Gedichte zu Pusteblumen gibt es hier.

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